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SOLAR NEWS

Beteiligung der Regierung verbessert Investitionen in erneuerbare Energien

In letzter Zeit gibt es immer mehr Debatten und Maßnahmen zugunsten der erneuerbaren Energien und obwohl einige der jüngsten Veränderungen kurzfristig schwierig sind, ist es aufregend, eine positive Verschiebung hin zu einer längerfristigen Perspektive zu sehen.

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In letzter Zeit gibt es immer mehr Debatten und Maßnahmen zugunsten der erneuerbaren Energien und obwohl einige der jüngsten Veränderungen kurzfristig schwierig sind, ist es aufregend, eine positive Verschiebung hin zu einer längerfristigen Perspektive zu sehen.

In Deutschland gaben Beamten 47% höhere Kosten auf die Gebühr, die Verbraucher bereits zahlen, um die Investitionen in erneuerbare Energien der Stromnetz-Betreiber zu finanzieren, bekannt. In der Praxis wird der Zuschlag pro Kilowattstunde von 3,59 Cent auf 5,28 Cent im Jahr 2013 steigen, vergleichbar mit einer Erhöhung der Stromrechnung von 60 Euro pro Jahr für einem Dreipersonenhaushalt. Der Minister für Umwelt, Peter Altmaier, bestätigt dass diese Verschiebung Teil des grösseren Vorhabens ist, in Deutschland den Strombedarf zu vier Fünfteln durch erneuerbare Energien bis 2050 zu decken, wenn auch Kritiker sagen, dass es nicht allein die privaten Haushalte sein sollen, die diese Kosten tragen. Doch, wie die Renewable Energy Research Association sagt, wird Deutschland 570 Milliarden Euro bis 2050 sparen, wenn es die Kernkraftwerke aufgibt. Somit werden die Investitionen, die jetzt gemacht werden eine positive wirtschaftliche Auswirkungen in der Zukunft haben.  

Auch hat US-Innenminister Ken Salazar diesem Monat den Plan der Obama-Regierung, Gebiete im Südwesten für die Entwicklung von großen Solaranlagen zu nutzen, bekannt gegeben. Dies ist ein Versuch intelligenter in Solarenergie zu investieren, insbesondere unter Berücksichtigung der Biodiversität und empfindlicher Ökosysteme. Die Entwickler dürfen innerhalb der 720  Meilen der öffentlichen Flächen, die für diesen Zweck zugeteilt wurden, Solarparks bauen und können von finanziellen Anreizen und beschleunigter Genehmigungsverfahren profitieren. Siebzehn Solarenergie-Zonen in sechs westlichen Staaten wurden durch den Plan sorgfältig ausgewählt, um ökologische, kulturelle oder andere Konflikte zu vermeiden.

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Luftveränderung im Schweizer Energieplan

Die Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Doris Leuthard, hat einen neuen Energieplan für den Atomausstieg der kleinen Alpenrepublik ...

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Die Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Doris Leuthard, hat einen neuen Energieplan für den Atomausstieg der kleinen Alpenrepublik vorgestellt.

Der Vorschlag besteht aus 74 Artikeln, die eine strikte Umsetzungsstrategie definieren, um die Förderung erneuerbarer Energien zu stärken. Der Plan der Bundesrätin unterliegt noch einem komplexen Prüfprozess und würde bei seiner Annahme die Solarenergie an die Spitze dieses ambitionierten Projektes stellen. Die Solarenergie stellte im Jahr 2011 lediglich 0,24% der gesamten Schweizer Stromproduktion dar. Mit dem neuen Gesetz würde dieser Anteil bis zum Jahr 2050 um das 70-fache von 150 GWh auf 10.415 GWh steigen.

Dieser Vorschlag ist nicht nur eine Antwort auf die sinkende Popularität der Atomkraft, sondern auch auf die enormen Kosten, die mit der Modernisierung und Erweiterung der veralteten Schweizer Atomkraftwerke verbunden sind. Die Maßnahmen konzentrieren sich insbesondere auf Gebäude, die derzeit 46% des gesamten Energieverbrauchs ausmachen. Jeder Kanton soll strukturelle Verbesserungen bestehender Gebäude rasch auf den Weg bringen und sicherstellen, dass neue Gebäude den Anforderungen an geringere Energieverluste und niedrigeren Energieverbrauch entsprechen.

Der Plan beinhaltet selbstverständlich auch andere erneuerbare Energien wie Wasser- und Windkraft. Energie aus Erdwärme unterliegt keinen speziellen Zielen, aber der Bund finanziert Studien zu dieser relativ neuen Technologie und subventioniert deren Nutzung. Schließlich wird jedem Bürger schrittweise die Verantwortung für seinen persönlichen Verbrauch übertragen, um zu einer energieeffizienteren und sauberen Versorgung des Landes zu gelangen.

POLITISCHE AKTIONEN: RESILIENT PEOPLE, RESILIENT PLANET

Micheline Calmy-Rey, ehemalige Bundespräsidentin der Schweiz, hat am 6. Februar im Palast der Vereinten Nationen in Genf den Bericht zur nachhaltigen Entwicklung vorgestellt, der vom einem Gremium von Staatsoberhäuptern im Auftrag des Generalsekretärs der Vereinten Nationen verfasst worden war.

Im Wissen um die sehr konkreten Botschaften von Solar Impulse zugunsten von Technologien, die unsere Abhängigkeit von fossilen Energien vermindern, hatte sie Bertrand gebeten, bei dieser Gelegenheit gemeinsam mit ihr aufzutreten. Er erinnerte an die Anekdote mit seinen Meteorologen während der Nonstop-Weltumrundung ...

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Im Wissen um die sehr konkreten Botschaften von Solar Impulse zugunsten von Technologien, die unsere Abhängigkeit von fossilen Energien vermindern, hatte sie Bertrand gebeten, bei dieser Gelegenheit gemeinsam mit ihr aufzutreten. Er erinnerte an die Anekdote mit seinen Meteorologen während der Nonstop-Weltumrundung im Ballon, die die Frage der Nachhaltigkeit und der langfristigen Vision so gut veranschaulicht: Sehr stolz, eine Flughöhe gefunden zu haben, in der die Winde zweimal schneller bliesen als vom Team berechnet, musste sich Bertrand den ironischen Kommentar seiner Wetter-Berater anhören: Willst Du eigentlich lieber sehr schnell in die falsche oder etwas langsamer in die richtige Richtung fliegen?".

Genau diese Frage müssten sich jetzt die Regierungen stellen, angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich die Menschheit in Richtung riesiger öffentlicher Schuldenberge, Erschöpfung der natürlichen Ressourcen und Verschmutzung der Umwelt bewegt.Bertrand betonte weiter, dass die Pioniere von heute nicht mehr die Forschenden sind, die auf dem Mond spazieren gehen oder Weltumrundungen machen;  Pioniere müssten vielmehr die Staatsoberhäupter sein und sich den immer schwierigeren Herausforderungen stellen, um die Lebensqualität auf diesem Planeten zu verbessern.

Der Bericht listet sehr praktische Empfehlungen zuhanden von Regierungen und internationalen Institutionen auf, wie die Abschaffung der Subventionen, von denen fossile Energien heute noch in vielen Ländern profitieren, oder die Internalisierung der Umweltkosten in die Verkaufspreisen aller Produkte. Endlich eine offizielle Stellungnahme die bestätigt, dass es einen gesetzlichen Rahmen braucht, um bestimmte Verhaltensweisen zu ändern, freuen sich Bertrand und André, die dieses Thema im letzten Jahr auch in ihrer Energie-Charta aufgeführt hatten.

NEUES VON DER ENERGIE CHARTA

Am 26. September 2011 haben Solar Impulse und swisscleantech gemeinsam die Energie Charta verfasst und sie allen Kandidatinnen und Kandidaten der nationalen Wahlen zur Unterschrift empfohlen.

Mehr als 500 Kandidatinnen und Kandidaten (das entspricht 15% der Kandidierenden) aus allen Parteien haben sie unterzeichnet, um sich nach ihrer Wahl persönlich für Massnahmen zur Weiterentwicklung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien einzusetzen.

Nach den Wahlen zeigt sich nun, dass 30% der Gewählten ...

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Mehr als 500 Kandidatinnen und Kandidaten (das entspricht 15% der Kandidierenden) aus allen Parteien haben sie unterzeichnet, um sich nach ihrer Wahl persönlich für Massnahmen zur Weiterentwicklung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien einzusetzen.

Nach den Wahlen zeigt sich nun, dass 30% der Gewählten die Energie Charta unterzeichnet haben. Wir schliessen daraus, dass Kandidierende, die unterzeichnet haben, ihre Wahlchance verdoppeln konnten :).  Damit zeigt sich, dass Fragen rund um die erneuerbaren Energien ein zentrales Anliegen der Wählerinnen und Wähler sind!

Aufgrund zahlreicher Anfragen von Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die sich mit diesen Fragen befasst haben und die Charta jetzt unterzeichnen wollen, setzen wir die Unterschriftenaktion fort. Wir möchten damit Politikerinnen und Politiker ermutigen, Energiefragen unabhängig von Parteigrenzen anzupacken. Mit ihrer Unterschrift engagieren sie sich persönlich für Massnahmen, um klar definierte Ziele zu erreichen:

  • Im Bereich der Energieeffizienz: Schaffung von gesetzlichen Rahmenbedingungen, die der Schweiz erlauben, ihren Verbrauch an fossilen Energien bis 2034 um wenigstens 40% und bis 2050 um 70% zu reduzieren
  • Im Bereich der erneuerbaren Energien: Bis 2020 sollen mindestens 30% und bis 2050 70% des Gesamtenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen produziert werden

Unser Ziel: Über 50% der Parlamentarierinnen und Parlamentarier unterzeichnen die Charta!

Die regelmässig aktualisierte Liste der Unterzeichnenden ist einsehbar unter folgendem Link.

DIE DEBATTEN WERDEN HITZIG

Nach den intensiven vergangenen Tagen, die den Besuch von mehreren hundert Schülern sowie Vertretern von politischen Institutionen, Repräsentanten des EREC und von EUFORES sowie den Teilnehmern der Green Week mit sich gebracht hatten, hat der heutige Tag dem gesamten Team eine kleine Verschnaufpause beschert.

So fand das Solar Impulse Team denn auch die Zeit, einigen Debatten beizuwohnen, welche in der Sache zwar nicht weniger leidenschaftlich waren aber in einem etwas kleineren Rahmen stattfanden. 

Das erste Podiumsgespräch sollte denn gleich auch mit der nötigen Würze aufwarten, diskutierten doch an der Seite ...

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So fand das Solar Impulse Team denn auch die Zeit, einigen Debatten beizuwohnen, welche in der Sache zwar nicht weniger leidenschaftlich waren aber in einem etwas kleineren Rahmen stattfanden. 

Das erste Podiumsgespräch sollte denn gleich auch mit der nötigen Würze aufwarten, diskutierten doch an der Seite von Bertrand Piccard und André Borschberg der Stellvertretende Präsident der Europäischen Grünen Partei, Philippe Lamberts und Wolfram Frank, Generalsekretär der ISOPA, einer Organisation, welche europäische Chemiekonzerne vertritt, die sich auf die Herstellung von Polyurethanen spezialisiert haben! Ich brauche wohl nicht speziell zu betonen, dass ich mich bereits im Vorfeld auf dieses absehbare Feuerwerk unter den Flügeln des Solarflugzeugs gefreut habe...

Wolfram Frank stieg in das Gespräch ein, indem er betonte, dass die Chemiebranche oft eine negative Presse erhalte und erinnerte uns daran, dass wir diesen Industriezweig aber dennoch alle brauchen würden. So führte er aus, dass die Chemieindustrie ihren CO2 Emissionsausstoss um 20% reduziert habe und zwar, noch bevor eine allfällige Gesetzgebung sie dazu gezwungen habe. Und wurde nicht auch das Solar Impulse Flugzeug aus Materialien hergestellt, welche in der Chemie verwendet würden? Guter Einstieg in die Materie.

Es bleibt dabei, dass Gesetze eingeführt werden müssen, welche einschränkende Massnahmen und Normen von den Regierungen und der Industrie verlangen, diese Ansicht teilen alle Teilnehmer, doch der Co-Präsident der Europäischen Grünen Partei relativiert: die ganze Frage drehe sich doch darum, wie weit man am Gummiband ziehen wolle. Solle man Leitersprosse um Leitersprosse erklimmen, bis sich der letzte Industriebetrieb endlich anpasse? Oder solle man dem Beispiel von Pionieren folgen, welche restriktive Normen auferlegen, wenn sich eine neue Technologie bewährt hat?

Für Bertrand und André ist die Sache klar: Selbstverständlich muss man den Pionieren folgen!

Philippe Lamberts beendet das Streitgespräch mit einem donnernden Appell:

Wir haben nicht alle Tage die Chance, den Anfang einer neuen Zivilisation mitzuerleben. Wenn wir jetzt nichts machen, ist alles für die Katze. Also machen wir es doch!"

Das Klima ändert sich zu Beginn des Nachmittags radikal mit dem Besuch von Günther Oettinger, dem EU-Kommissar für Energie. Alles ist nun viel formeller und ist geprägt von einem sehr kontrollierten politischen Diskurs. Nach einem kurzen privaten Wortwechsel mit Bertrand und André, erklärt der Kommissar vor laufenden Kameras, dass Solar Impulse ein wunderbares Beispiel dafür sei, was man machen könne im Bereich der erneuerbaren Energien und was die europäischen Staaten und die Industrie mit mittelfristig gesteckten Zielen erreichen könne: Wir brauchen Symbolfiguren, die einen positiven Impuls auslösen und es uns ermöglichen, gegenüber den Regierungen und der Industrie einschränkende Normen einzuführen."

Weitere Zusammenkünfte wurden im Verlauf des Tages abgehalten, welche die Öffentlichkeit ansprechen sollten, so kamen sowohl die belgischen Flugüberwacher als auch Vertreter der Königlichen Flämischen Vereinigung der Luftfahrtingenieure zu uns, und auch das Management des Flughafens Brüssel und dessen Handelspartner machten eine kleine Tour um das Solarflugzeug herum und bestaunten es aus grossen Augen...


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