Aus den Tiefen in den Himmel
Der Abflug von André Borschberg in Richtung marokkanischer Wüste fiel zeitgleich auf den Abflug von Bertrand Piccard, allerdings in Richtung der US-amerikanischen Hauptstadt. Er folgte zusammen mit seinem Bruder Thierry und seiner Schwester Marie-Laure der Einladung der National Geographic Society, um die Hubbard Medaille ...
Der Abflug von André Borschberg in Richtung marokkanischer Wüste fiel zeitgleich auf den Abflug von Bertrand Piccard, allerdings in Richtung der US-amerikanischen Hauptstadt. Er folgte zusammen mit seinem Bruder Thierry und seiner Schwester Marie-Laure der Einladung der National Geographic Society, um die Hubbard Medaille entgegenzunehmen, die ihrem Vater, dem Forscher und Ozeanographen Jacques Piccard, posthum verliehen wurde.

Die Verleihung fand am Donnerstag, den 14. Juni in Washington D.C. statt und bot ebenfalls die Gelegenheit, den 125. Jahrestag des Veranstalters, der Stiftung der National Geographic Society, zu feiern. Die Medaille wurde von James Cameron, Filmregisseur (Titanic, Avatar, usw.), und Don Walsh, Forscher und Ozeanograph, übergeben. Letzterer hatte Jacques Piccard bei seiner Erforschung des tiefsten Punktes der Erde, dem Marianengraben, begleitet.

Dieser Tauchgang war nicht nur eine Höchstleistung, sondern bedeutete auch einen Wendepunkt für den Umweltschutz. Der Nachweis von Leben in diesen Meerestiefen führte zu Verboten seitens der Regierungen, Giftmüll in Tiefseegräben einzuleiten.
Wie schon zuvor Auguste Piccard, der die Druckkammer erfunden und 1931 die erste Reise in die Stratosphäre unternommen hat, und Jacques Piccard, der 1960 als erster Mensch die Tiefsee erforscht hat, haben Bertrand Piccard und André Borschberg gezeigt, wie wichtig es ist, seinen Ideen zu folgen, auch wenn deren Umsetzung unmöglich scheint.
