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MISSION 2012

In Kontakt mit dem Himmel

In der heutigen vernetzten Welt scheint die ständige Erreichbarkeit der Piloten der Solar Impulse offenkundig. Dies zu ermöglichen war aber alles andere als ein Kinderspiel.

Die Faszination, die die Solar Impulse HB-SIA auf ihre Supporter ausübt, weil sie ohne einen Tropfen Treibstoff auskommt, ist nur aufgrund eines qualifizierten Expertenteams möglich geworden, welches  durch fachmännische Berechnungen das perfekte Gleichgewicht aus Gewicht, Größe, gespeicherter Energie und Leistung gefunden hat.

Es ist ein einzigartiges Flugzeug. Deshalb war es für das Team von Solar Impulse unabdingbar, Kommunikationsmittel zu entwickeln, mit denen der Pilot nicht nur in Kontakt mit dem Mission Control Center steht, sondern die während des Fluges Daten und Messungen zum Flugverhalten sammeln und den Piloten die Möglichkeit geben, aus der Luft mit der Welt in Kontakt zu bleiben.

Die Datenerhebung und die Messungen sind vor allem aufgrund des experimentellen Charakters des Flugzeuges von Bedeutung.  Sie sind nicht nur entscheidend für die Verbesserung seiner Leistung,  sondern auch für die Optimierung seines großen Bruders, der HB-SIB, die derzeit in Dübendorf (Schweiz) gebaut wird. An dieser Stelle kommt der offizielle nationale Partner von Solar Impulse, Swisscom, ins Spiel.

2009 setzte Swisscom sieben Ingenieure ein, um eine innovative Kommunikationslösung zu erarbeiten. Die Einschränkungen bei der Schaffung eines solchen Systems waren erheblich und bedurften einer gesunden Mischung aus innovativem Geist und konkreter Vorstellungskraft. Normale Verkehrsflugzeuge sind beispielsweise mit zwei Kommunikationssystemen ausgestattet: einem Ultrahochfrequenzradio (VHF-Radio) zur direkten Kommunikation mit dem Tower in einer Entfernung von bis zu 50km und einem Hochfrequenzradio (HF-Radio), das lediglich der Sprachabdeckung dient und ein Gewicht von über 20kg hat. Derart schwere technische Geräte sind für ein innovatives Flugzeug natürlich nicht geeignet.

Eine weitere Herausforderung bestand in der Entwicklung eines Gerätes, das extremen Temperaturschwankungen (von +80°C bis -40°C) standhält, nicht mehr als 50W verbraucht (etwa die Leistung einer Nachttischlampe) und extremen Luftdruckänderungen oberhalb von 8000m gewachsen ist, da die Kabine der HB-SIA über keinen Druckausgleich verfügt.

Das Swisscom-Team benötigte ein Jahr, um die aktuelle Kommunikationslösung zu entwickeln. Es handelt sich um ein unglaublich leichtes Gerät (5kg), das mit minimaler Energie auskommt und dem Piloten gleichzeitig eine störungsfreie Kommunikation mit dem Boden per Kurznachrichten, Videos und Sprachübertragung bietet. Das Gerät kann mehr als 100 Messreihen an das Mission Control Center  übertragen und so Batteriespannung, Motortemperatur und Flugposition aufzeichnen. Als Bonus bietet das System der Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Flüge per Video-Streaming und Messaging in sozialen Netzwerken in Echtzeit zu verfolgen.

Die Kommunikationslösung von Swisscom ermöglicht eine weitestgehende Unabhängigkeit der Spracherkennung des Piloten von Textnachrichten und Bildübertragungen. Dies wurde so entwickelt, damit im Falle des Funktionsausfalls eines Geräteteils der andere Teil unberührt bleibt. Sollte es zu einem Totalausfall des Kommunikationssystems kommen, ist das Cockpit mit einem Satellitentelefon ausgestattet, über das das Mission Control Center den Piloten zum nächstgelegenen Flugplatz lenkt.

In der heutigen vernetzten Welt scheint die ständige Erreichbarkeit der Piloten der Solar Impulse offenkundig. Dies zu ermöglichen war aber alles andere als ein Kinderspiel.

Die Faszination, die die Solar Impulse HB-SIA auf ihre Supporter ausübt, weil sie ohne einen Tropfen Treibstoff auskommt, ist nur aufgrund ...



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