Das zentrale Nervensystem von Solar Impulse
In vielen unserer Kommunikationsmaterialien und auf unserem Live-Streaming der Flüge reden wir über das Mission Control Center (MCC) und die Entscheidungsfindung, die in diesen Mauern stattfindet. Zum Beispiel wurde letzte Woche während des ersten Versuchs nach Ouarzazate zu fliegen, die Entscheidung umzukehren und die Mission abzubrechen, im MCC getroffen. Und das grüne Licht für einen zweiten Versuch heute Donnerstag der 21. Juni kam aus demselben Raum.
Aber wer steckt dahinter? Ein wunderbares Team von Experten, die durch ihre Zusammenarbeit, fast wie in einer Symbiose, alles möglich machen. Das MCC besteht aus einem Team von ca. 15 Personen, die alle an verschiedenen Aufgaben von entscheidender Bedeutung für die Missions-Flüge arbeiten. Im Team arbeiten zwei Meteorologen, drei Flugtestingenieure, zwei Fluglotsen, zwei Modellierungs- und Simulationsspezialisten und andere, alle unter den Management- und Koordinationsfähigkeiten des Flugleiters Raymond Clerc.

Mit über 17'000 Flugstunden auf dem Buckel hat Raymond über 40 Jahre Erfahrung als Pilot in der Schweizer Luftwaffe und bei der Swissair. Er lernte André während seiner Jahre bei der Schweizer Luftwaffe vor 40 Jahren und Bertrand durch seine Leidenschaft für das Drachenfliegen vor 35 Jahren kennen.
Im Jahr 2005 kontaktierte André Raymond und bat ihn um seine Hilfe für das Projekt und dieser nahm dieses Angebot gerne an. Zunächst war Raymond als Berater tätig, doch dann setzte er seine Karriere mit privaten Executive Jets fort. Doch im Jahr 2010, als der erste Missions-Flug in der Schweiz durchgeführt wurde, gab Raymond seinen Job auf und widmet sich seither Vollzeit als Flugleiter Solar Impulse.
Was ist nun seine Rolle? Vor einem Missions-Flug, studieren Raymond und sein Team den vorgesehenen Energieverbrauch für den Flugplan, kontaktieren und informieren die Zielflughäfen und werten meteorologische Informationen aus, um einen sicheren und angemessenen Flugplan zu entwerfen. In der Aufregung eines Fluges ist Raymond das Gravitationszentrum der Mission. Er sorgt dafür, dass alles richtig und effektiv koordiniert wird und fungiert als Hauptkommunikationsader während André oder Bertrand im Cockpit sitzen. Um die Piloten nicht mit unnötigen Informationen zu überladen, sammelt Raymond die wesentlichen Informationen und überträgt diese an den Himmel.
Besonders interessant ist die steile Lernkurve, die das Team von Solar Impulse seit den ersten Flügen in der Schweiz nach Genf und Zürich erlebt hat. Während der Missionen in 2011 nach Brüssel und Paris Le Bourget, gingen Raymond und ein paar Mitglieder seines Teams direkt zu den Zielflughäfen, um die Landeplätze genau zu studieren. Doch während des diesjährigen Crossing Frontiers Fluges, berührte das Team von Raymond Marokkos Boden nicht vor der HB-SIA Landung auf dem Rabat-Salé Flughafen am 6. Juni 2012.
In vielerlei Hinsicht ist die diesjährige Mission wirklich eine Generalprobe für die 2014 Erdumrundung. Es hat die MCC-Team gelehrt, mit ausländischen Flughäfen und der Flugsicherung direkt vom Büro in Payerne (Schweiz) aus zu arbeiten, indem sie mehr und mehr mit den lokalen Behörden arbeiten als bisher. "Es ist einfach unglaublich für mich, an einem solchen Projekt zu arbeiten. Anders als bei militärischen und kommerziellen Fluggesellschaften, suchen wir bei Solar Impulse stets nach neuen Lösungen und lernen aus unseren Entscheidungen und Handlungen. Es ist äußerst anregend und eine gute Art und Weise meine Karriere zu beenden", sagte Raymond, als wir am Telefon sprachen. „Es verschlingt sicherlich eine Menge von meiner Freizeit, insbesondere während der Missions-Flüge, aber ich bereue nichts und natürlich habe ich die gesamten Herbstmonate Zeit meine Batterien wieder aufzuladen ", sagte er mit einem Kichern.
In vielen unserer Kommunikationsmaterialien und auf unserem Live-Streaming der Flüge reden wir über das Mission Control Center (MCC) und die Entscheidungsfindung, die in diesen Mauern stattfindet. Zum Beispiel wurde letzte Woche während des ersten Versuchs nach Ouarzazate zu fliegen, die Entscheidung umzukehren und ...