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VIRTUELLER FLUG 2012

Virtueller Flug 2012: Landung nach 72 Stunden

Ich kenne André schon seit langem und bewundere ihn nach wie vor für seine Leistungsfähigkeit, doch überrascht hat mich seine Leistung während dieses Simulationsflugs überhaupt nicht.

In den letzten Tagen habe ich mich immer wieder köstlich über die fieberhafte Tätigkeit oder sogar Ängstlichkeit der medizinischen ...

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Ich kenne André schon seit langem und bewundere ihn nach wie vor für seine Leistungsfähigkeit, doch überrascht hat mich seine Leistung während dieses Simulationsflugs überhaupt nicht.

In den letzten Tagen habe ich mich immer wieder köstlich über die fieberhafte Tätigkeit oder sogar Ängstlichkeit der medizinischen Teams amüsiert, die in bestimmten Momenten nicht zu übersehen war. Sie achteten gespannt auf das geringste Anzeichen einer Schwäche, um unverzüglich intervenieren zu können. Doch ich wusste ganz genau, dass es nicht dazu kommen wird!

Mit seinen Yogaübungen im Simulator war André gleichermassen Fakir und Pilot. Und es ist nun mal so, dass sich ein Fakir niemals mit dem eigenen Säbel verletzt!

Ein weiteres Ziel der Simulation bestand darin, das Projektteam für Situationen zu trainieren, die von Müdigkeit und Stress geprägt sind. Auch diesbezüglich konnte ein voller Erfolg verbucht werden. Als kleinen Beweis dafür möchte ich nur festhalten, dass alle Beteiligten schon jetzt wehmütig auf die solidarische und konzentrierte Atmosphäre zurückblicken, die alle Teammitglieder während dieser 72 Stunden zusammengeschweisst hat.

In den nächsten Tagen werden wir sehen, ob gewisse Teammitglieder jeweils für ein paar Stunden pro Tag im Kontrollraum Platz nehmen werden, um einen allzu brutalen Entzug zu vermeiden! Und auch Sie müssen nun leider die unausweichliche Entwöhnung bewältigen... bis zu den praktischen Flugtests, die im nächsten Frühjahr im Mittelmeerraum durchgeführt werden.

VIRTUELLER FLUG: ERGONOMIE DES COCKPITS

André und das Team befinden sich bereits auf der Zielgeraden!! Nach drei Tagen im Hangar, der für die Durchführung des virtuellen Flugs eingerichtet wurde, haben sich alle gut eingelebt, und die Kaffeemaschine hat bereits etwas gelitten….

Zum Glück habe ich noch etwas Kraft und Inspiration, um das letzte Thema zu behandeln, das auf meiner Liste steht ;) Ich habe definitiv nicht so viel Ausdauer wie André.

Ich wollte Ihnen noch etwas vom in dieser Woche getesteten Cockpit des zweiten Flugzeugs berichten, das gegenwärtig im Bau ist. Im Vergleich ...

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Zum Glück habe ich noch etwas Kraft und Inspiration, um das letzte Thema zu behandeln, das auf meiner Liste steht ;) Ich habe definitiv nicht so viel Ausdauer wie André.

Ich wollte Ihnen noch etwas vom in dieser Woche getesteten Cockpit des zweiten Flugzeugs berichten, das gegenwärtig im Bau ist. Im Vergleich mit dem Cockpit des bestehenden Flugzeugs (HB-SIA) könnte man sagen, dass dem Piloten ein Upgrade von einem Economy-Class- zu einem Business-Class-Sitz gewährt wurde.

In Zusammenarbeit mit Lantal wurde ein spezieller Sitz entwickelt, der nun während der Simulation getestet wird. Dieser Sitz bietet dem Piloten mehrere Positionen (Flugposition, Entspannungsposition und liegende Position). Er verfügt über ein Luftdrucksystem zur Regelung des Sitzkomforts und über eine integrierte Toilette.

Um Beeinträchtigungen durch die aufgezwungene Bewegungsarmut zu verhindern, führt André Gymnastikübungen durch, die von Ärzten und Osteopathen von Hirslanden entwickelt wurden. Dabei nimmt er gelegentlich auch Positionen ein, die uns unter Umständen etwas seltsam erscheinen und mit denen André nicht wenige von uns mit seiner Gelenkigkeit verblüfft hat. Wahrscheinlich sind das die Überbleibsel seiner Indienreisen ;)

Hopp André, es liegen nur noch einige Stunden vor dir. Beim nächsten Mal ist dann Bertrand an der Reihe!

VIRTUELLER FLUG 2012: STEADY STATE

Um den Virtual Flight 2012 zusammenzufassen, gibt es ein Kennwort "„steady state".

Was für den Mensch als Steady State gilt, entspricht was Nachhaltigkeit für die Menschheit gilt. Es bedeutet, dass die physiologischen Parameter des menschlichen Körpers ein Gleichgewicht erreicht haben, das ihnen ermöglicht, weiterhin auf gleiche Weise über einen längeren Zeitraum zu arbeiten. Wenn Sie rennen, ...

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Was für den Mensch als Steady State gilt, entspricht was Nachhaltigkeit für die Menschheit gilt. Es bedeutet, dass die physiologischen Parameter des menschlichen Körpers ein Gleichgewicht erreicht haben, das ihnen ermöglicht, weiterhin auf gleiche Weise über einen längeren Zeitraum zu arbeiten. Wenn Sie rennen, ist ein Spurt kein Steady State. Joggen hingegen ist es. In unserem Fall wäre ein Spurt möglich, während dem der Pilot während 72h nichts isst und nicht schläft.

Diese Situation wäre allerdings nutzlos beziehungsweise gefährlich, denn eine solche Situation könnte nicht langfristig haltbar sein, falls der Flug aus irgendwelche Gründe länger dauern würde. Der Pilot wäre dann so müde, dass er nicht in der Lage wäre, das Flugzeug zu landen.

Unser Ziel ist es deshalb, die Grenzen des Schlafmangels, der Ernährungsgewohnheiten, der Hygiene im Cockpit, der Nutzung der Toiletten, der Schichtarbeit des Mission Teams zu testen, jedoch ohne es dabei zu weit zu treiben.  Bis jetzt gingen wir nicht zu weit, aber es ist schon ziemlich beeindruckend!

Bertrand (ich habe nicht vergessen, dass ich einmal Arzt war...)


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